175 Tage sind zu viel

Matthias Wimpff ruft zu gemeinsamen Aktionen auf

Die Bundesagentur für Arbeit stellt in ihrer aktuellen Fachkräfteengpassanalyse fest, dass die gemeldeten Stellen für Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer im Durchschnitt 175 Tage vakant sind und damit 75 Prozent länger als im Durchschnitt über alle Berufe. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Mangelsituation angespannt, die Vakanzzeit ist um 34 Tage gestiegen.

Bereits im mobilmacher vom Dezember 2013 hatte ich in meinem Editorial deutlich darauf aufmerksam gemacht, dass viele Fahrschulen in Deutschland händeringend gute Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer suchen. Bis sich jedoch diese Erkenntnis in unserer Branche und bei manchen ihrer Berufsverbänden durchgesetzt hatte, vergingen leider noch mehrere Jahre.

In der aktuellen bundesweiten Expertenbefragung 2018 der DATAPART Factoring GmbH gaben 61,21 Prozent der Fahrschulen an, gute Fahrlehrerinnen und Fahrlehrer zu suchen. Dass Fahrschulen im Durchschnitt ein halbes Jahr eine offene Stelle nicht besetzen können, ist einfach zu viel. Die gesamte Branche ist deshalb aufgefordert, den Beruf des Fahrlehrers für interessierte Menschen rundherum attraktiver zu machen. Daran gilt es im eigenen Betrieb intensiv zu arbeiten. Und dafür muss man alleine und gemeinsam mit den Berufsverbänden in der Öffentlichkeit werben!

 

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.