Nicht ohne Fahrschulen

Branchenverband MOVING nimmt Stellung zum Koalitionsvertrag

Aus Sicht von MOVING sind in dem neuen Koalitionsvertrag insbesondere folgende vereinbarte Zielsetzungen im Abschnitt der Verkehrspolitik zu begrüßen: die Schaffung rechtlicher Rahmenbedingung für die Zulassung des Autonomen Fahrens auf deutschen Straßen und die Förderung alternativer Antriebstechnologien. Aber besonders die Zielsetzung die Verkehrssicherheit zu erhöhen, um so die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten im Sinne der „Vision Zero“ weiter zu verringern, wird von MOVING positiv gesehen.

Hierzu Jörg Michael Satz, Präsident von MOVING: „Ich möchte explizit darauf hinweisen, dass die professionelle Fahrausbildung der deutschen Fahrschulen schon heute einen sehr großen Beitrag zur Verkehrssicherheit leistet. Diese Expertise der Fahrschulen sollte genutzt werden, um beispielsweise auch älteren Verkehrsteilnehmern die Wirkungsweise von Fahrerassistenzsystemen näher zu bringen.“

Letztlich hängt die Sicherheit im Straßenverkehr von den handelnden Personen und dem Verhalten aller Verkehrsteilnehmer ab. Selbst die besten technischen Maßnahmen und Möglichkeiten müssen von Menschen bedient und vor allem akzeptiert werden.

Auch für die Erreichung der Zielsetzungen zum Umwelt- und Klimaschutz spielen Fahrschulen eine sehr wichtige Rolle. So vermittelten Fahrschulen jedem Fahranfänger, von Beginn an, eine kraftstoffsparende und umweltfreundliche Fahrweise. Zusätzlich lassen sich durch den Einsatz von Simulatoren in der Fahrausbildung unter anderem hohe Emissionseinsparungspotentiale realisieren.

Der Wegfall der Automatikbeschränkung, wie er von der Branche und der Verkehrsministerkonferenz der Länder im November 2017 befürwortet wurde, taucht im Koalitionsvertrag nicht auf. Dies bedauert MOVING ausdrücklich, denn dadurch wird bei den Fahranfängern die Bereitschaft den Führerschein auf einem elektrisch betriebenen Fahrschulfahrzeug zu absolvieren weiterhin stark eingeschränkt bleiben.

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