Kategorie-Archiv: Betriebswirtschaft

Kassenprüfung // Betriebführung // Kassenbuch // Kassennachschau // Peter Pinkepank

„Gegen die Kassen-Nachschau kann sich keine Fahrschule wehren.“

In Teil 1 des Interview hat Fahrschul-Steuerexperte Peter Pinkepank erklärt, welche Richtlinien für die korrekte Führung des Kassenbuches gelten. Im zweiten Teil blickt er ins Jahr 2018 – und erläutert, mit welchen Mitteln der Gesetzgeber den Druck noch zusätzlich erhöht hat.

mobilmacher: Die Bargeldkasse gilt als kritischer Punkt bei jeder Prüfung. Warum ist das Risiko so groß?

Peter Pinkepank: Wenn Mängel in der Kassenführung festgestellt werden, haben die Finanzämter die Pflicht, die Einnahmen zu schätzen. Die Beamten sind in diesen Fällen angehalten, einen Sicherheitsaufschlag vorzunehmen. Das sollte man als Fahrschulunternehmer unbedingt vermeiden, um sich vor übertriebenen Schätzungen zu schützen. Ich habe von einem Fall gehört, da ging es nicht um die Beträge, sondern nur um eine Kasse, die nicht vollständig einwandfrei geführt war. Die Konsequenzen waren völlig unverhältnismäßig. Es wurde eine Steuernachzahlung festgesetzt, die absolut willkürlich erschien.

Gilt das auch für kleine Fahrschulen?

Bei allen Unternehmen – ob klein oder groß –, die Ihren Gewinn mit einer Einnahmenüberschussrechnung ermitteln, besteht im Grunde keine Pflicht zur Führung eines Kassenbuches. Das hat der Bundesfinanzhof kürzlich in einem Urteil bestätigt. Betriebswirtschaftlich sinnvoll ist das Kassenbuch trotzdem. Und ich betone: Wer ein Kassenbuch führt, muss es auch korrekt führen.

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Fahrschul // Steuerexperte // Steuerrecht /// Steuerberater // Castrop-Rauxel

„Achtung! Finanzämter schauen scharf in die Kassen.“

 

Peter Pinkepank, Fahrschul-Steuerexperte aus Castrop-Rauxel, kennt viele Unternehmen von innen. In Teil 1 unseres Interviews erklärt er, warum man als Fahrschule unbedingt auf die Kassenführung achten sollte.

mobilmacher: Als Steuerberater nehmen Sie die Kassen Ihrer Fahrschulkunden genau unter die Lupe. Warum?

Peter Pinkepank: Es geht vor allem um die Art und Weise, wie die Kasse und das Kassenbuch geführt werden. Mit Jahresbeginn 2015 haben die Finanzämter diese Angriffspunkte ins Visier genommen. Inzwischen wissen alle: Wer beim Bargeld schlampig arbeitet, geht ein hohes Risiko ein. Selbst bei kleinen Beträgen: Wenn das Kassenbuch nicht richtig geführt ist, kann ein wirtschaftlicher Schaden entstehen, den Sie gar nicht absehen können. Mitunter geht das an die Substanz der Fahrschule.

Was droht genau?

Wenn die Aufzeichnungen nicht mängelfrei geführt werden, hat das Finanzamt die Pflicht, die Einnahmen zu schätzen. Dies geschieht in aller Regel inklusive eines Sicherheitsaufschlags, der mitunter extrem deutlich ausfällt. Gegen diese Schätzung können Sie nur schwer etwas unternehmen, selbst wenn die Höhe des geschätzten Betrages jeder Grundlage entbehrt. Obendrein wird gegen den Unternehmer ein Steuerstraf- und Bußgeldverfahren eröffnet. Da kann es sogar mit der Fahrschulerlaubnis kritisch werden.

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Fahrschule Werner Helbig // Herten // E-Mobitlität // erste Fahrstunde

„Wir werden von Kunden auf E-Mobilität angesprochen.“

 

Werners Fahrschule in Herten fährt auf E-Mobilität ab. Werner Helbig erklärte kürzlich im WDR die Vorteile für Fahrschüler. Über die vielen Vorzüge, die E-Mobilität für die Fahrschule bringt, sprach er mit dem mobilmacher.

mobilmacher: Herr Helbig, wie lange bieten Sie bereits E-Mobilität in Ihrer Fahrschule an?

Werner Helbig: Den Wagen haben wir im April 2017 angeschafft. Nach einem halben Jahr kann ich bereits feststellen: Das hat sich gelohnt.

mobilmacher: Über wie viele Wagen sprechen wir?

Werner Helbig: Über einen. Für den Anfang ist das völlig ausreichend. Der Wagen besitzt eine Reichweite von ca. 250 Kilometern. Da wir hier in Herten permanent im Stadtverkehr unterwegs sind, reicht die Power für einen ganzen Schulungstag, also zehn Fahrstunden. Nachts wird wieder aufgeladen. Ich habe eine Schnellladestation installiert. Wenn der Wagen leer ist, kann ich ihn in etwas mehr als vier Stunden wieder voll aufladen. Am nächsten Morgen geht es mit vollem Schub weiter.

 

mobilmacher: Wie ist die Akzeptanz bei Ihren künftigen Fahrschülern im Beratungsgespräch?

Werner Helbig: Sehr groß! Gewiß gibt es den Einen oder Anderen, der meint, er würde sowas nicht brauchen. Aber das sind die Wenigsten. Dem überwiegenden Teil muss ich E-Mobilität nicht lange erklären. Dass man sich am Beginn leichter tut, wenn man nicht schalten muss, leuchtet allen ein. Darum entscheiden sich acht von zehn Kunden bei mir für die Gold-Variante mit E-Mobilität und Fahrsimulator. Weiterlesen

Zum Sommer steigen die Preise

In den Kommentaren der Fahrlehrer zum letzten DATAPART Preisspiegel wurde deutlich: Die meisten Fahrschulunternehmer halten steigende Preise nicht nur gerechtfertigt, sondern auch für dringend notwendig, damit die Branche weiter gesund wirtschaften kann. Tatsächlich steigen die Preise weiter, wenn auch nur in Schritten, die viele Experten als deutlich zu klein erachten.

Dennoch stößt der Durchschnittspreis der in Deutschland für eine Fahrstunde der Führerscheinklasse B verlangt wird, von unten an die 37-Euro-Marke. Mit Ausnahme des Grundbetrages verzeichnen in diesem Monat alle Preise in positives Vorzeichen. Der Preisanstieg mag noch zu gering ausfallen, doch er scheint sich auf breiter Front zu bestätigen.

Steigende Preise bei Fahrschulen

Der monatliche Preisspiegel von DATAPART Factoring meldet, dass die Fahrschulpreise weiter steigen. Nach einer kurzen Erholung gehen die Preise des wichtigsten Indikators, des Tarifes für eine Fahrstunde der Führerscheinklasse, wieder nach oben. Sie halten Ende Mai bei 36,72 Euro als Durchschnittspreis über das gesamte Bundesgebiet. Allerdings sind die regionalen Unterschiede beträchtlich. Trotzdem bedeutet ein Anstieg des allgemeinen Preisniveaus auch eine Bestätigung für alle Fahrschulen, die wissen, was Ihre Leistungen wert sind.

Fahrschule / Umsatzsteuer / Umsatzsteuerpflicht / Mehrwertsteuer / Mehrwertsteuerpflicht / USt / MwSt

Umsatzsteuerbefreiung für Fahrschulunterricht?

„Fahrschulen nicht länger mehrwertsteuerpflichtig?“ So lautete die Überschrift eines Artikels der Online Ausgabe der „Fahrschule“ am 4. Dezember 2015. Umsatzsteuerbefreiung von Fahrunterricht, ein Thema, das seit diesem Tag die Fahrlehrerschaft bewegt hat – und weiter bewegen wird. Von Christian Friedrich.

Nach Ansicht der Richter des Finanzgerichts Berlin Brandenburg bestehen „ernstliche Zweifel“ an der Umsatzsteuerpflicht von Fahrunterricht. Das geht aus einem Beschluss des Jahres 2015 hervor. Neben dem Sächsischen Finanzgericht (Beschluss aus April 2016) schloss sich unlängst das Finanzgericht Baden-Württemberg in einem Beschluss vom 8. Februar 2017 dieser Auffassung an.

Was bedeutet das für die Fahrschulen in Deutschland? Zunächst nur eine Tendenz, also eine Richtung, in die eine endgültige richterliche Entscheidung gehen könnte. Denn es handelt sich in den oben erwähnten Fällen um eine vorläufige Entscheidung. Vor allem aber handelt es sich hier lediglich um drei konkrete Fälle, nämlich drei Fahrschulen, die ihre Leistungen gegenüber dem Finanzamt als umsatzsteuerfrei erklärt haben. Die zuständigen Finanzämter teilten die Auffassung der Fahrschulen nicht, so dass die Fahrschulen Klage bei den zuständigen Finanzgerichten erhoben haben. Sowohl der Beschluss als auch ein Urteil in der Sache haben grundsätzlich nur rechtliche Bindung in der verhandelten Rechtsache, eine für alle Fahrschulen verbindliche Rechtsfolge entsteht durch ein Urteil grundsätzlich nicht.

Welches Verhalten ist jetzt richtig? Und wie wird es weitergehen? Für den deutschen Fahrschulunternehmer entwickelte sich das Thema in den letzten fünfzehn Monaten zum Dauerbrenner. Und die Unsicherheit wuchs ständig mit. Weiterlesen

Preisspiegel / Datapart / April 2017 / Führerschein / Klasse B

Übungsfahrt Klasse B testet die 37-Euro-Marke

Der aktuelle Preisspiegel / Datapart / Factoring / Fahrschultarife / Fahrschulpreise

Laut aktuellem DATAPART Preisspiegel streben die Preise, die die Deutschlands Fahrschulen von ihren Kunden verlangen, stetig nach oben. Als wichtigster Indikator gilt der Bruttopreis für eine Übungsfahrt Klasse B. Er springt im März 2017 um dynamische 1,29% nach oben und liegt nun knapp unter der magischen 37-Euro-Marke. Vor 2 Jahren lag er noch bei rund 33,50 Euro.

Spätestens seit Jahresbeginn 2016 hat ein unaufhaltsamer Trend eingesetzt. Experten vermuten, dass der Preisanstieg auch an der 37-Euro-Marke nicht enden wird. Gegen den Trend deutlich gefallen ist lediglich der Durchschnittspreis für die praktische Prüfung der Führerscheinklasse B. Doch er darf als Ausreisser gelten, schließlich stieg er im Vormonat um etwa die gleichen Betrag.

DATAPART Preisspiegel 3/2017

The trend is your friend. Die alte Börsenweisheit gilt an vielen Stellen. Sogar in der Meteorologie, wo es stets wahrscheinlicher ist, dass das Wetter von gestern Bestand hat. Wetterumschwung tritt statistisch deutlich seltener auf. Keine Anzeichen von Umschwung findet man auch bei den Fahrschulpreisen.

Obwohl der Februar nur kurz ist, steigen die Preise immerhin so signifikant, dass man es  am Preisspiegel deutlich ablesen kann. Die beiden Minus-Zeichen bei Autobahnfahrt und Theoretischer Prüfung sind so winzig, sie fallen kaum ins Gewicht. Die Fahrschulpreise steigen unaufhaltsam. Viele Marktteilnehmer sehen sich in ihrer Preispolitik bestätigt.

 

Zahltag ist, wenn Geld da ist

Mit dem Begriff „Zahltag“ kann jeder Unternehmer etwas anfangen, denn er sagt nichts anderes aus, als dass am Zahltag etwas bezahlt werden muss.

Fahrschule, Factoring, Finanzierung,

Immer mehr Fahrschulen entdecken die Vorteile von Factoring

Offene Rechnungen, Gehälter, Mieten, Leasing und alle anderen fälligen Verpflichtungen haben einen verbindlichen Zahltag. Natürlich haben auch Fahrschulen über den Monat und über das Jahr eine Vielzahl von Zahlungsterminen oder besser gesagt Zahlungsverpflichtungen. Sie gilt es zu erfüllen und deshalb muss immer ausreichend Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb und für notwendige Investitionen vorhanden sein.

Hört sich theoretisch alles ziemlich einfach an, doch es ist, wie beim Erlernen des Autofahrens, in der Realität oft anders. Wenn nicht genügend Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt, sprich Zahltag, da ist, ja dann kommt die Fremdfinanzierung ins Spiel. Man hat die Möglichkeit, das Girokonto bis zum Kreditlimit und manchmal auch darüber hinaus in Anspruch zu nehmen. Alternativ kann man auch fällige Zahlungsverpflichtungen zunächst einfach ignorieren und in die „Zukunft“ verlegen. Alles dies geht. Es geht eine Zeit lang und dann? Es geht erst einmal weiter, aber man spürt, dass die Liquidität für ein Unternehmen so wichtig ist, wie die Luft zum Atmen.

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Fahrschulen gehen optimistisch ins neue Zeitalter

 

„Mitmachen statt Festhalten“ lautete das Motto der 1. ACADEMY Unternehmerkonferenz. Tatsächlich müssen die Fahrschulen des Landes Vollgas geben, um in der digitalen Welt aufAugenhöhe zu bleiben. Wie sie sich wandeln, wenn die anstehenden Veränderungen der Mobilität konkret werden, darüber diskutierten Fahrschulunternehmer und Branchenexperten auf der 1. Academy Unternehmerkonferenz.

Matthias Wimpff, Vorstand der Academy Holding AG, gab die Richtung vor. Gleich zu Konferenzbeginn führte er vor Augen, mit welch rasender Geschwindigkeit sich die Mobilität und ihre damit verbundenen Geschäftsmodelle verändern. Der Handlungsbedarf für die Fahrschulen im Land wurde sofort greifbar. Dementsprechend ließ Wimpff keine Zweifel aufkommen: „Der Markt teilt sich auf“, prognostizierte er. „Aktuell schätzen rund 57 Prozent aller Fahrschulen ihre Zukunft als gut oder sehr gut ein. Es handelt sich um diejenigen, unternehmerisch handelnden Fahrschulen, die wohl auch weiterhin die Nase vorn haben werden.“

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