Kategorie-Archiv: Führung

Zahltag ist, wenn Geld da ist

Mit dem Begriff „Zahltag“ kann jeder Unternehmer etwas anfangen, denn er sagt nichts anderes aus, als dass am Zahltag etwas bezahlt werden muss.

Fahrschule, Factoring, Finanzierung,

Immer mehr Fahrschulen entdecken die Vorteile von Factoring

Offene Rechnungen, Gehälter, Mieten, Leasing und alle anderen fälligen Verpflichtungen haben einen verbindlichen Zahltag. Natürlich haben auch Fahrschulen über den Monat und über das Jahr eine Vielzahl von Zahlungsterminen oder besser gesagt Zahlungsverpflichtungen. Sie gilt es zu erfüllen und deshalb muss immer ausreichend Liquidität für den laufenden Geschäftsbetrieb und für notwendige Investitionen vorhanden sein.

Hört sich theoretisch alles ziemlich einfach an, doch es ist, wie beim Erlernen des Autofahrens, in der Realität oft anders. Wenn nicht genügend Geld zu einem bestimmten Zeitpunkt, sprich Zahltag, da ist, ja dann kommt die Fremdfinanzierung ins Spiel. Man hat die Möglichkeit, das Girokonto bis zum Kreditlimit und manchmal auch darüber hinaus in Anspruch zu nehmen. Alternativ kann man auch fällige Zahlungsverpflichtungen zunächst einfach ignorieren und in die „Zukunft“ verlegen. Alles dies geht. Es geht eine Zeit lang und dann? Es geht erst einmal weiter, aber man spürt, dass die Liquidität für ein Unternehmen so wichtig ist, wie die Luft zum Atmen.

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Die Kernthesen der 1. ACADEMY Unternehmerkonferenz

Die 1. ACADEMY Unternehmerkonferenz wurde zur Zukunftswerkstatt der Branche. Etwa einhundert Fahrschulunternehmer diskutierten am 3. Februar 2017 über die Zukunft ihrer Unternehmen und der gesamten Branche. Experten aus verschiedenen Fachbereichen schilderten ihre Sicht der Dinge. Hier ein Überblick der interessantesten Statements.

Matthias Wimpff (Vorstand der ACADEMY Holding AG)

Matthias Wimpff eröffnet die 1.ACADEMY Unternehmerkonferenz

„Mittel- und langfristig sind es die Megatrends unserer Zeit, die auch die Fahrschulen vor neue Herausforderungen stellen. Dazu gehören die digitale Kommunikation – vor allem für junge Zielgruppen – und die Digitalisierung des Unterrichts wie zum Beispiel mit Fahrsimulatoren, E-Mobilität und Fahrer-Assistenzsystemen auf dem Weg zum Autonomen Fahren.“

„Völlig neue Wettbewerber mischen Märkte auf. Datenfirmen wie Booking.com oder HRS krempeln den Markt des Urlaubs- und Übernachtungsgewerbes um. Rechtsberatung via Mausklick macht den über 163 000 Anwälten in Deutschland immer stärker Konkurrenz. Das Taxigewerbe kann nur mit drakonischen Gesetzen gegen den Wettbewerber Uber gerettet werden, obwohl dieser kein einziges Auto besitzt. FlixBus organisiert ausschließlich mit Daten den Fernbusmarkt in Europa neu. “

„Die Fahrschulen werden immer weniger und die Tendenz zu größeren Betriebseinheiten wird sich noch verstärken. “

 Jörg-Michael Satz (Präsident von MOVING International Road Safety Association e.V.)

Jörg-Michael Satz analysiert detailliert die Marktsituation der Fahrschulen in Deutschland

„Nach wie vor sind Frauen in der Branche unterrepräsentiert. Unsere Bestrebungen sollten dahin gehen, den Frauenanteil zu erhöhen. Blickt man auf die Gehältern, zeigt sich leider auch, dass angestellte Fahrlehrerinnen im Durchschnitt bei gleicher Arbeit weniger verdienen als ihre männlichen Kollegen.“

„Aktuell stellt der Fahrlehrermangel die größte Herausforderung der Branche dar. Wenn man die Zahlen arbeitslos gemeldeter Fahrlehrer und den Bestand an offenen Stellen vergleicht, hätte man schon Mitte 2014 den Fahrlehrermangel in Westdeutschland deutlich erkennen können. Der Trend war sogar schon lange zuvor abzulesen.“

„28 Prozent der Fahrschulen sehen weitere Geschäftsfelder in zusätzlichen Trainings- und Seminarangeboten. 20 Prozent erhoffen sich neue Chancen mit Angeboten für Senioren.“

Bernd Brenner (Vorsitzender der BAGFA, Bundesarbeitsgemeinschaft der Fahrlehrerausbildungsstätten)

„Die beiden Initiativen www.fahrlehrer-karriere.de und www.fahrlehrer-zukunft.de sind wichtige Bausteine der Nachwuchsgenerierung, weil damit auch den Beratern in den Arbeitsagenturen die hervorragenden Chancen des Fahrlehrerberufs vor Augen geführt werden.“

Bernd Brenner über das Nachwuchsproblem, seine Ursachen und die Konsequenzen

„In der Branche wird häufig verkannt, dass über die Agentur für Arbeit durchaus Bewerber in den Fahrlehrerberuf herein getragen werden, die sich in der Folge blendend entwickeln.“

„Fahrschulen müssen verstärkt dazu übergehen, die Ausbildung ihres Nachwuchses selbst in die Hand zu nehmen. Förderungen durch das sogenannte Meister-BAFÖG oder durch die Arbeitsagenturen helfen dabei. Liegen die Voraussetzungen für solche Förderungen nicht vor, müssen die Fahrschulen eigene Finanzierungsmodelle, ggf. in Kooperation mit den Fahrlehrerausbildungsstätten, anbieten. Dieser Weg wird bereits jetzt in vielen anderen Branchen mit Nachwuchsproblemen eingeschlagen.“

 Peter Pinkepank (Steuerexperte für Fahrschulen)

Peter Pinkepank erläutert die Vorzüge der Digitalisierung der Finanzbuchhaltung

„Die Digitalisierung bietet auch in der Finanzbuchhaltung große Chancen. Unternehmerisch handelnde Fahrschulunternehmer sollten das nutzen, um ihre Prozesse entsprechend anzupassen.“

„Die Unternehmer profitieren dabei von monatlich aktuellen Auswertungen, zum Beispiel zur Erfolgslage und zur Liquidität und von schnellen Analysen von Kunden und Lieferanten. S0 kann sich der Unternehmer besser auf das Geschäft und seine strategischen Entscheidungen konzentrieren.“

„Die digitale Finanzbuchhaltung hilft dabei, stets auf der sicheren Seite zu bleiben. Das ist besonders unter dem stärker werdenden Überwachungsdruck ein großer Vorteil, zum Beispiel beim eines GOBD-konformes Kassenbuches.“

 

Sascha Fiek (Fahrschulunternehmer aus Freiburg)

Sascha Fiek gibt einen Ausblick auf die Fahrschule 2020

„So wichtig und richtig die Reform des Fahrlehrerrechts für uns auch sein mag, so sehr werden auch deren Auswirkungen überschätzt. Die Branche wird zum Beispiel feststellen, dass auch dann, wenn die Reform kommen sollte, kein plötzlicher Run auf den Fahrlehrerberuf einsetzen wird. Das neue Fahrlehrerrecht ist nur ein Anfang. Die Branche steht vor ganz anderen Herausforderungen.“

„Man wird in Fahrschulen auf Globalisierung, Digitalisierung und demografischen Wandel schnell die richtigen Antworten finden müssen. Plausible Lösungsansätze sind deshalb konsequenter Simulatoreneinsatz, Ausbildung auf Automatik und digitale Lernformen wie die driverscam.“

„Als Maßnahmen für die nächsten Jahre stehen eine Modernisierung des Fuhrparks, die eigene Ausbildung von guten Fahrlehrerinnen und Fahrlehrern sowie ein Veränderungen der Betriebsstrukturen oben an. Außerdem muss nach der Reform des Fahrlehrergesetzes unbedingt die Reform der veralteten Fahrschüler-Ausbildungsordnung angegangen werden.“

DATAPART Preisspiegel November 2016

Ab sofort jeden Monat: die aktuelle Preisentwicklung der Fahrschultarife in Deutschland. Präsentiert von DATAPART Factoring.

Fahrschule / Fahrschultarif / Grundbetrag / Fahrstunde / Theoretische Prüfung Praktische Prüfung / Überlandfahrt / Dunkelheitsfahrt / Übungsstunde / Grundbetrag Führerschein Führerscheinkosten

Der Fahrschul-Preisspiegel November 2016. Präsentiert von DATAPART Factoring

Schritt halten

Matthias Wimpff / ACADEMY / Fahrschulen / Perspektiven

Matthias Wimpff

Die Digitalisierung verändert unsere Welt. Sie prägt immer stärker unsere Arbeit und unser Leben. Für die Wirtschaft führt sie zu einem oft radikalen Wandel der Märkte. Auch die für uns so bedeutende Automobilindustrie erlebt die damit verbundene Dynamik. Bereits im nächsten Jahr werden mindestens 80 Prozent aller verkauften Neuwagen vernetzt sein. „Unsere Industrie wandelt sich vom Hersteller von Autos zum Mobilitätsanbieter“, stellt der Chef von BMW, Harald Krüger, sehr treffend fest.

Und was passiert mit unserer Branche? Sie muss mit diesen Entwicklungen Schritt halten. Sie muss Teil der neuen Mobilität werden. Auch die Beiträge in diesem mobilmacher beschäftigen sich mit diesen Veränderungsprozessen. Um Schritt zu halten, muss sie sich den neuen betriebswirtschaftlichen Anforderungen anpassen. Sie muss gute Lösungen für die sich ständig verändernden Ausbildungsanforderungen anbieten. Unsere Branche muss den Mut haben, das Richtige zu tun, auch wenn es schmerzen kann.

Academy / Service / Qualität / Mystery Shopping

Spieglein, Spieglein

Wie gut ist die Servicequalität beim Beratungsgespräch? Weil der Erfolg der Fahrschule stark auch vom ersten Gespräch abhängt, führte die ACADEMY Holding AG bereits zum zweiten Mal eine entsprechende Analyse durch.

„Die Nudel“ heißt einer der bekanntesten Sketche von Loriot. Ein Buchhalter sitzt im feinen Restaurant, wo er seiner Angebeteten die Liebe gesteht. Die Sätze, die er von sich gibt, hat er gut eingeübt. Leider hat er keinen Spiegel. Sonst hätte er erkannt, wie eine Suppennudel quer durch sein Gesicht wandert – und sein ernstgemeintes Anliegen zu einem Witz verkommt. Der Sketch führt eindrucksvoll vor Augen, wie hilfreich es sein kann, sich einen Spiegel vorzuhalten. Auch auf die Gefahr hin, Überraschendes zu entdecken. Einen solchen Spiegel gibt es auch für Unternehmen. Man nennt ihn Mystery Shopping. Weiterlesen

Trotz Gedränge auf Erfolgsspur

Das mobilmacher Fahrschul-Portrait: ACADEMY Fahrschule SGH in Heilbronn.

Die Hauptstelle der ACADEMY Fahrschule SGH liegt in der Heilbronner Bismarckstraße und diese stößt an der Ecke auf die Gymnasiumstraße. Diese Ortsangabe darf man durchaus als einen ersten Hinweis darauf verstehen, dass der traditionelle Standort des Unternehmens glänzend gewählt wurde. Zwischen Schule und Bushaltestelle, so sagt man, liege für Fahrschulen ein dankbares Revier. Weiterlesen

Fahrschul-Inhaber, Betriebsübergabe, Nachfolgeregelung, Fahrschule, Geschäftsführung

Fahrschulen werden älter. Und auch weniger?

Steht die Branche vor einem Prozess der Gesundschrumpfung? Die Zahlen der Experten-Befragung 2014 lassen interessante Annahmen zu. 

Überraschend war es nicht, doch jetzt kann es mit einer repräsentativen Studie belegt werden: In den nächsten fünf Jahren wollen 38,22% der selbstständigen Fahrlehrer aufhören. Damit stehen ca. 4.000 Fahrschulen zum Verkauf oder werden einfach geschlossen. Wenn man die Periode der nächsten zehn Jahre betrachtet, ist die Schlussmacher-Quote noch drastischer. Dann sprechen wir von weit mehr als der Hälfte aller Fahrschul-Unternehmer, genauer gesagt von 64%. Innerhalb des nächsten Jahrzehnts sind es dementsprechend rund 7.000 Fahrschulen, die zur Disposition stehen.

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