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„Achtung! Finanzämter schauen scharf in die Kassen.“

 

Peter Pinkepank, Fahrschul-Steuerexperte aus Castrop-Rauxel, kennt viele Unternehmen von innen. In Teil 1 unseres Interviews erklärt er, warum man als Fahrschule unbedingt auf die Kassenführung achten sollte.

mobilmacher: Als Steuerberater nehmen Sie die Kassen Ihrer Fahrschulkunden genau unter die Lupe. Warum?

Peter Pinkepank: Es geht vor allem um die Art und Weise, wie die Kasse und das Kassenbuch geführt werden. Mit Jahresbeginn 2015 haben die Finanzämter diese Angriffspunkte ins Visier genommen. Inzwischen wissen alle: Wer beim Bargeld schlampig arbeitet, geht ein hohes Risiko ein. Selbst bei kleinen Beträgen: Wenn das Kassenbuch nicht richtig geführt ist, kann ein wirtschaftlicher Schaden entstehen, den Sie gar nicht absehen können. Mitunter geht das an die Substanz der Fahrschule.

Was droht genau?

Wenn die Aufzeichnungen nicht mängelfrei geführt werden, hat das Finanzamt die Pflicht, die Einnahmen zu schätzen. Dies geschieht in aller Regel inklusive eines Sicherheitsaufschlags, der mitunter extrem deutlich ausfällt. Gegen diese Schätzung können Sie nur schwer etwas unternehmen, selbst wenn die Höhe des geschätzten Betrages jeder Grundlage entbehrt. Obendrein wird gegen den Unternehmer ein Steuerstraf- und Bußgeldverfahren eröffnet. Da kann es sogar mit der Fahrschulerlaubnis kritisch werden.

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Checklisten zu Betriebsprüfungen

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Betriebsprüfung durchgeführt wird? Jörg-Michael Satz hat folgende Checklisten für Fahrschulen zusammengestellt:

Allgemein lässt sich sagen, dass Auffälligkeiten in den von Ihnen beim Finanzamt eingereichten Unterlagen zur Betriebsprüfung führen können. Dazu gehören:

  • Erhebliche Abweichungen zum Vorjahr.
  • Die Vorsteuererstattung ist regelmäßig höher als Zahlung der Mehrwertsteuer an das Finanzamt.
  • Außergewöhnliche hohe Vorsteuererstattung.
  • Starke Umsatzschwankungen.
  • Starke Gewinnschwankungen.
  • Starke Schwankungen der Betriebsausgaben.
  • Sie weisen jahrelang geringe Gewinne aus, die zur Bestreitung des Lebensunterhaltes nicht reichen.
  • Versteuerung der Privatanteils der Pkws ist unklar.
  • Ungewöhnliche Geldbestände.
  • Kassenbuch weißt ein Minus aus.
  • Ungewöhnlich hohe Privatentnahmen.
  • Ungewöhnlich hohe Privateinlagen; wo kommt das Geld her?
  • Formulare sind unvollständig ausgefüllt.
  • Abweichungen zwischen den Umsatzsteuervoranmeldungen und der Umsatzsteuerjahreserklärung.
  • Zufallsauswahl.
  • Ihre Steuererklärung ist nicht plausibel.
  • Ihre persönlichen Besitzverhältnisse sind unklar.
  • Sie zahlen zu wenig oder gar keine Steuern.

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Steuerberater-Check, Teil 1: Was ein Steuerberater leisten kann

Steuerberater-Check, Jörg-Michael Satz, Fahrschul-BeratungAuf dem Weg zu positiven Betriebsergebnissen ist der Steuerberater ein wertvoller Begleiter. Leider unterschätzen viele Fahrschulen die Möglichkeiten, die ein guter Steuerberater bietet. In diesem Beitrag beleuchtet der mobilmacher die Beziehung von Fahrschule und Steuerberater.

Viele unternehmerische Entscheidungen ziehen steuerliche Konsequenzen nach sich. Wer das übersieht oder falsch beraten wird, muss die Folgen tragen. Das kann sich nicht nur fatal auf das Ergebnis auswirken. Es kann auch Spätfolgen haben, bei Betriebsprüfungen, die immer häufiger angesetzt werden. Dabei haben Fahrschul-Unternehmer schon genügend Probleme, die sie zu lösen haben. Auf weitere Diskussionen mit dem Finanzamt oder mit den Sozialversicherungsträgern sollte man sich tunlichst nicht einlassen. Weiterlesen