Steuerberater-Check, Teil 1: Was ein Steuerberater leisten kann

Auf dem Weg zu positiven Betriebsergebnissen ist der Steuerberater ein wertvoller Begleiter. Leider unterschätzen viele Fahrschulen die Möglichkeiten, die ein guter Steuerberater bietet. In diesem Beitrag beleuchtet der mobilmacher die Beziehung von Fahrschule und Steuerberater.

Viele unternehmerische Entscheidungen ziehen steuerliche Konsequenzen nach sich. Wer das übersieht oder falsch beraten wird, muss die Folgen tragen. Das kann sich nicht nur fatal auf das Ergebnis auswirken. Es kann auch Spätfolgen haben, bei Betriebsprüfungen, die immer häufiger angesetzt werden. Dabei haben Fahrschul-Unternehmer schon genügend Probleme, die sie zu lösen haben. Auf weitere Diskussionen mit dem Finanzamt oder mit den Sozialversicherungsträgern sollte man sich tunlichst nicht einlassen.

Tatsächlich ist das deutsche Steuerrecht nicht gerade einfach zu handhaben. Die deutschen Bücher und Kommentare zur deutschen Steuergesetzgebung geben – Rücken an Rücken – aneinandergereiht eine Strecke von 3,6 km Länge. Weltrekord. Ohne fachkundigen Wegbereiter ist dieser Dschungel nicht zu durchdringen. Zumal die Kernkompetenz eines Fahrlehrers auf anderen Gebieten liegen sollte.

Damit wird klar: An einen guten Steuerberater sind hohe Anforderungen gestellt. Allerdings werden diese in vielen Fällen nur unzureichend erfüllt. Oft haben sich Routineabläufe etabliert, die deutlich unterhalb einer optimalen Zusammenarbeit liegen.

STB-Check 1: 8 Punkte, die ihr Steuerberater leisten sollte:

1. Hilfeleistung bei der Erfüllung von steuerlichen Pflichten ( Erstellen der Steuererklärungen, die monatliche Finanzbuchhaltung, die monatliche Lohnbuchhaltung und die Erstellung der Jahresabschlüsse )
2. Beratung bei der Ausschöpfung von steuerlichen Möglichkeiten im unternehmerischen wie im privaten Bereich
3. Vorausschauende steuerliche Planung
4. Vertretung vor Finanzbehörden und -gerichten
5. Aktive Mandantenansprache
6. Informationen für relevante Steuerrechtsänderungen und deren Folgen
7. Betriebswirtschaftliche Beratung /Unterstützung
8. Zeit für regelmäßige persönliche Gespräche

Die verwaltenden Tätigkeiten (Punkte 1 bis 6) sind diejenigen, die man voraussetzen muss. Die beratenden Funktionen (Punkte 7 und 8) sind diejenigen, mit denen der Fahrschul-Unternehmer einen Mehrwert für seinen Betrieb erzielen kann. Im Idealfall funktionieren die verwaltenden Leistungen ohne großen Zeitaufwand. Dafür bleibt genügend Zeit, um sich in der Beratung auf die Herausforderungen von Gegenwart und Zukunft zu konzentrieren.

Darum lautet ein erster konkreter Ratschlag für alle Fahrlehrer, welche die Zusammenarbeit mit dem Steuerberater verbessern wollen: Sprechen Sie mit Ihrem Steuer-Dienstleister darüber! Im Idealfall beleuchten Sie dabei beide Seiten. Erstens: Was können Sie von Ihrer Seite aus tun? Bestimmt können Sie die Belege für Ihren Steuerberater besser vorbereiten. So könnte er mehr Zeit für die Beratung übrig haben. Das spart Zeit und somit Geld. Zweitens: Was kann der Steuerberater tun, um Sie noch besser zu unterstützen. Die Punkte 7 und 8 sind hierfür erste Anhaltspunkte. Sprechen Sie mit Ihrem Steuerberater, es lohnt sich auf jeden Fall.

Zur Fortsetzung des Steuerberater-Checks geht’s hier

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