Steuerberater-Check, Teil 2: Beratung

Im zweiten Teil des Steuerberater-Checks steht die Beratungsqualität im Mittelpunkt. Aus dem Gespräch mit Ihrem Berater können wichtige Hinweise für die betriebswirtschaftliche Unternehmensführung gewonnen werden.
Schon im ersten Teil unserer Serie haben wir darauf hingewiesen, dass bei der Zusammenarbeit mit dem Steuerberater (STB) nicht der verwaltende Aspekt, sondern der beratende Teil entscheidend sein sollte. Von einem guten Steuerberater profitieren Fahrschul-Unternehmer Monat für Monat – bei der Rückgabe der monatlichen Buchungsunterlagen mit den dazugehörigen Auswertungen, als Betriebswirtschaftliche Auswertung (BWA) oder als kurzfristige Erfolgsrechnung.

STB-Check 2: Fordern Sie Ihren Steuerberater jeden Monat.

• Werden Sie auf fehlende Unterlagen hingewiesen?
• Werden Sie auf die geschäftliche Entwicklung angesprochen – positiv wie negativ?
• Informiert man Sie über die möglichen steuerlichen Konsequenzen einer veränderten Geschäftsentwicklung?
• Informiert man Sie über die Anpassung der vierteljährlich zu leistenden Steuervorauszahlungen?
• Erklärt der Berater Ihnen Sachverhalte zum Beispiel in der BWA oder der kurzfristigen Erfolgsrechnung?
• Hat man Ihnen die unterschiedlichen Auswertungsformen der BWA aufgezeigt?
• Hat die Ihnen zur Verfügung gestellte BWA eine Aussagekraft für Sie?

Die aufgezeigten Aspekte gehen weit über die steuerlichen Belange hinaus. Neben der rein steuerlichen Dimension ist damit die wichtigste aller Fragen berührt, nämlich diejenige, ob sich die monatliche unternehmerische Anstrengung am Ende des Monats lohnt. Auch für eventuelle Gespräche mit der Bank sind die handfesten Beratungsleistungen des Steuerberaters von großer Bedeutung.

Der Steuerberater sollte seinem Kunden Unterlagen an die Hand geben, die so gut strukturiert sind, dass der Banker schnell die betriebswirtschaftliche Lage ablesen kann. Je übersichtlicher und aussagekräftiger diese Unterlagen sind, desto höher steht man im Ranking der Bank. Und je besser das Ranking, umso wahrscheinlicher die Chance auf niedrige Zinsen. Es ist tatsächlich so: Nicht nur der Inhalt, auch die formale Qualität der Unterlagen kann bei einer Kreditvergabe von Vorteil sein.

Sollten Sie mit Ihrem Steuerberater in einem der genannten Punkt unzufrieden sein, sei empfohlen, dies direkt anzusprechen. Besteht die Unzufriedenheit weiter, ist es selbstverständlich, über Alternativen nachzudenken.

Zum dritten Teil des Steuerberater-Checks geht’s hier

 

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