Anteil an Fahrlehrerinnen gering

Die vom Kraftfahrtbundesamt veröffentlichten Zahlen über Personen mit Fahrlehrerlaubnis zeigen große regionale Unterschiede beim Frauenanteil. Die Interessenvereinigung MOVING hat die Zahlen jünst aufbereitet. Demzufolge liegt der Anteil der Frauen in Ländern wie Hamburg, Berlin, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen überdurchschnittlich hoch bei über 10 %. In anderen Ländern liegt der Anteil mit knapp über 6 % deutlich unter dem Durchschnitt von 8,61 %. Das Land mit dem geringsten Frauenanteil unter den Fahrlehrern ist jedoch mit Abstand Bremen. In Bremen liegt der Anteil der Frauen bei ca. 4,6 Prozent und ist damit nur gut ein Drittel so hoch wie der in Hamburg. Der Beruf des Fahrlehrers gehört nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft zu den sogenannten Engpassberufen. Zur Verminderung der Engpassproblematik schlägt das Institut eine Erhöhung des Frauenanteils vor. Die Erfahrung aus Interessentengesprächen für den Fahrlehrerberuf der letzten Jahre hat deutlich gezeigt, dass viele weibliche Interessenten vor den Zugangsvoraussetzungen (Führerscheinbesitz der Klassen A und C) zurückschrecken. Neben der Analyse zur Erklärung der regionalen Unterschiede des Frauenanteils im Fahrlehrerberuf, bedarf es bestimmt einer Neugestaltung der Zugangsvoraussetzungen zum Fahrlehrerberuf.

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