Fahrschulen gehen optimistisch ins neue Zeitalter

 

„Mitmachen statt Festhalten“ lautete das Motto der 1. ACADEMY Unternehmerkonferenz. Tatsächlich müssen die Fahrschulen des Landes Vollgas geben, um in der digitalen Welt aufAugenhöhe zu bleiben. Wie sie sich wandeln, wenn die anstehenden Veränderungen der Mobilität konkret werden, darüber diskutierten Fahrschulunternehmer und Branchenexperten auf der 1. Academy Unternehmerkonferenz.

Matthias Wimpff, Vorstand der Academy Holding AG, gab die Richtung vor. Gleich zu Konferenzbeginn führte er vor Augen, mit welch rasender Geschwindigkeit sich die Mobilität und ihre damit verbundenen Geschäftsmodelle verändern. Der Handlungsbedarf für die Fahrschulen im Land wurde sofort greifbar. Dementsprechend ließ Wimpff keine Zweifel aufkommen: „Der Markt teilt sich auf“, prognostizierte er. „Aktuell schätzen rund 57 Prozent aller Fahrschulen ihre Zukunft als gut oder sehr gut ein. Es handelt sich um diejenigen, unternehmerisch handelnden Fahrschulen, die wohl auch weiterhin die Nase vorn haben werden.“

Hatte man in den letzten Monaten branchenintern vor allem um die bevorstehende Reform des Fahrlehrergesetzes gerungen, scheinen inzwischen wesentliche Eckpfeiler klar. Während alle zuversichtlich auf die Verabschiedung der Reform warten, bot die Academy Unternehmerkonferenz die willkommene Gelegenheit, die allgemeinen Perspektiven in den Blick zu nehmen. Am Ende einer langen Wegstrecke stehen die Visionen des autonomen Fahrens – und die Frage, mit welchen Geschäftsmodellen die Fahrschulen darauf reagieren. Tatsächlich wurde auf der Konferenz deutlich, wie schnell sich schon Fahrschulen in naher Zukunft verändern müssen – und das obwohl in immer mehr Unternehmen bereits hochmoderne Fahrsimulatoren zur Schulung eingesetzt werden und ein aktueller Fuhrpark mit E-Fahrzeugen und verschiedenen Fahrer-Assistenzsystemen zur Verfügung steht.

Sascha Fiek, Fahrschulunternehmer in Freiburg, freut sich auf das neue Zeitalter. „Globalisierung und Digitalisierung geben uns zahlreiche Chancen an die Hand“, versprach er seinen Berufskollegen und zählte unter anderem auf: neue Ausbildungsformen, Fahrer-Assistenzsysteme, neue Antriebe. „Kein Stein bleibt auf dem anderen“, resümierte Fiek mit einem Lächeln. Am Ende des Tages waren sich die Unternehmer einig: Die bevorstehenden Veränderungen der Mobilität eröffnen neue Handlungsspielräume. Die einhundert Teilnehmer der Konferenz waren zuversichtlich, diese Chancen und Möglichkeiten erfolgreich für ihre Unternehmen nutzen zu können.

 

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