So zufrieden sind Fahrschüler

Das muss man der Fahrschulbranche erstmal nachmachen.

Drei Viertel der Fahrschüler sind zufrieden und sehr zufrieden mit ihrer Fahrschule und der Ausbildung. Die Zahlen stammen aus einer Befragung der MOVING Road Safety Association, die noch nichts an Aktualität eingebüßt hat. Hier die Details.

MOVING hat im Jahr 2017 eine erste deutsche repräsentative Fahrschülerbefragung durchgeführt, um Erkenntnisse über die Zufriedenheit der Fahrschüler mit ihrer Fahrausbildung zu gewinnen. Außerdem wurden u. a. die Gründe für den Erwerb des Führerscheins und die Gründe, die maßgeblich zur Wahl der Fahrschule beigetragen haben, abgefragt und analysiert.

Generell bescheinigen die Fahrschüler den Fahrschulen gute Arbeit: Drei Viertel der Fahrschüler sind zufrieden und sehr zufrieden mit ihrer Fahrschule und der Ausbildung. Etwa vier von fünf Fahrschülern gaben ebenfalls an, sich gut auf die theoretische Prüfung, sowie die Teilnahme am Straßenverkehr vorbereitet zu fühlen. Allgemein ist die Zufriedenheit mit der Freundlichkeit der Mitarbeiter, der Entfernung und der Ausbildungsfahrzeuge am höchsten. Potenziale gibt es in den Bereichen Digitalisierung und Flexibilität. Deutlich über die Hälfte der Fahrschüler würde ihre Fahrschule auch weiterempfehlen.

Aus der Umfrage geht hervor, dass die heutigen Jugendlichen immer noch einen Schwerpunkt ihrer zukünftigen Mobilität auf das eigene Auto legen. Demnach geben 70 % der Befragten an, in Zukunft haupts.chlich ihr eigenes Auto benutzen zu wollen. Etwa ein Fünftel plant, überwiegend öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen, aber dennoch nicht auf ein Auto zu verzichten.

Für einen hohen Stellenwert des Führerscheins spricht auch, dass die Entscheidung für einen Führerscheinerwerb hauptsächlich auf emotionale Gründe zurückzuführen ist und weniger auf die Notwendigkeit. Drei Viertel der befragten Fahrschüler gaben an, durch einen Führerschein selbstständiger und flexibler in ihrer Mobilität zu sein. Die Hälfte der Befragten nannte zudem „Spaß am Autofahren“ als Grund für den Führerschein. Nur 39 % der Fahrschüler nannte Gründe wie „Notwendigkeit, um zur Arbeit oder Ausbildung zu kommen“.

Die Umfrage ergab au.erdem, dass Fahrschulen nach wie vor zum „People Business“ zählen – einem Geschäft, indem menschliche Beziehungen und letztlich auch Empfehlungen eine wichtige Rolle spielen. Dies zeigt auch die Frage nach den genutzten Informationsquellen vor der Entscheidung für eine Fahrschule. Mehr als die Hälfte der Fahrschüler gab an, von Bekannten und Freunden beraten worden zu sein – sich also durch klassische Empfehlungen für eine Fahrschule entschieden zu haben.

Vergleicht man diese Werte mit den Ergebnissen einer Befragung von Fahrschulen zum selben Thema, zeigt sich, dass die Fahrschulen die Wichtigkeit von Empfehlungen als Informationsquelle leicht überschätzen und die Wichtigkeit des Internets als Informationsquelle unterschätzen. Der Ausbau der eigenen Website auf optisch ansprechende und zeitgemäße Weise sowie die Vernetzung mit sozialen Medien und Bewertungsportalen im Internet sollten also im Fokus künftiger Imagebildung stehen.

Text und Ergebnisse sind aus dem Branchenreport der MOVING entnommen. Interessierte Leser können den gesamten MOVING Branchenreport 2018 über die MOVING International Road Safety Association beziehen. www.moving-roadsafety.com

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