Keine Alternative zur professionellen Fahrausbildung

Zuversichtlich in die Zukunft: die wichtigsten Standpunkte des MOVING Expertenforums.

Die Teilnehmer des MOVING Experten-Forum wagten einen entschlossenen Blick in die Zukunft. Hier ein Überblick der wichtigsten Standpunkte:

FDP-Verkehrsexperte Torsten Herbst (MdB) stellte in seiner Rede heraus, dass es trotz des zielstrebigen Vorhabens, das autonome Fahren zu etablieren, „keine Alternative zur professionellen Fahrausbildung“ geben kann. Außerdem betonte er die wichtige Rolle der individuellen Mobilität besonders für Jugendliche im ländlichen Raum, welche Fahrschulen durch ihre Arbeit erst ermöglichen. 

Lutz Wilkner ist bei Volkswagen für Fahrzeuginnovation im Zusammenhang mit autonom fahrenden Fahrzeugen zuständig. Im Hinblick auf die weitere Entwicklung betonte er, dass es wohl noch sehr lange dauern werde, bis Verkehrsteilnehmer ohne eigene Verantwortung von einem vollautomatischen System von A nach B transportiert werden können. Zudem würden automatisierte Systeme vorrangig im Bereich der gewerblichen Personenbeförderung und der Logistik eingesetzt werden, bevor sie für die private Nutzung von Interesse und auch finanzierbar sein werden. Solange bleiben Fahrschulen weiterhin einer der „wichtigsten Schulen, die es in Deutschland gibt“ – so der Experte.

DLR-Vertreter Falko Nordenholz berichtete über die zukünftigen Trends für Fahrschulen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben. In seiner von MOVING in Auftrag gegebenen Studie stellte er heraus, dass die Fahrschuldichte aufgrund des ausbleibenden Nachwuchses an Jugendlichen abnehmen werde. Auf der anderen Seite werde sich das Bedürfnis nach individueller Mobilität nicht verringern, da zum Beispiel eine verstärkte Internationalisierung für einen erhöhten Nachholbedarf an Fahrschuldiensten sorge. 

Prof. Dr. Arndt Engeln von der Hochschule der Medien Stuttgart erklärte, warum es sich empfiehlt Erkenntnisse von Customer-Experience in die Fahrschülerausbildung aufzunehmen. Ihm zu Folge wünschen sich Fahrschüler eine bessere Einbindung von E-Learning-Elementen, eine übersichtliche und informative Website sowie stets aktuelle Unterrichtsmaterialien. 

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