Keine Technologie ersetzt eine gute persönliche Ausbildung

Matthias Wimpff bringt die Erkenntnisse des Fahrlehrerkongresses auf dem Punkt

Seine Partei galt bisher nicht als größter Förderer des Individualverkehrs. Und trotzdem ist der Satz von Cem Özdemir richtig und wichtig. Er sprach ihn auf dem Podium des Deutschen Fahrlehrerkongresses in Berlin: „Alles, was wir an automobilen Technologien haben und bekommen werden, ersetzt niemals eine gute Fahrausbildung.“ Immerhin ist Özdemir Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und digitale Infrastruktur – und damit ein wichtiger Ansprechpartner für den Berufsstand.

Die Feststellung Özdemirs muss man doppelt unterstreichen. Neue Technologien werden kommen. Und sie werden die Branche nachhaltig verändern. Ob wir das wollen oder nicht. Aber alle Technik wird nichts daran ändern, dass das Kerngeschärft der Fahrschulen Bestand haben wird. Eine gute Fahrausbildung ist unersetzlich.

Jedoch: Die Branche muss das Tempo aufnehmen, mit dem digitale Technologien auch in unseren Markt drängen. Das gilt nicht nur für Fahrerassistenzsysteme und pädagogische Methoden. Sondern vor allem auch für die direkte Kommunikation untereinander. Gute Beispiele sind hier der digitale Kalender, der gegenseitige Austausch via WhatsApp und der Einsatz von Fahrsimulatoren. All das zeigt: Der Fortschritt ist schon da. Die Branche ist aufgefordert, ihn zu ihrem Vorteil zu nutzen. Denn die Welt dreht sich nicht nur, sondern sie verändert sich in einer bisher nie dagewesenen Geschwindigkeit.

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