Schweiz schafft Automatikeintrag ab

Bemerkenswerte Neuerung in der Schweiz. Ab 1. Februar 2019 schaffen unsere südlichen Nachbarn die Automatikbeschränkung ab. Die Neuregelung gilt sogar rückwirkend.

In der Schweiz wir die Beschränkung für Automatikgetriebe aufgehoben. Ab 1. Februar können Führerscheinneulinge mit allen Getriebetypen fahren selbst dann, wenn sie in ihrer Ausbildung niemals gekuppelt haben. Es wird keine Beschränkung mehr im Führerausweis eingetragen. Inhaber von älteren Führerausweisen können die Entfernung der Beschränkung beim zuständigen Straßenverkehrsamt beantragen. Dem Schweizer Bundesamt für Statistik zufolge waren im Kanton Zürich 2017 noch doppelt so viele manuelle Schaltgetriebe wie Automatikgetriebe auf den Straßen. Aber auch in der Schweiz geht der Trend zu mehr Automatik-getriebenen Autos.

Schweizer Fahr-Pädagogen sind skeptisch. Der Verkehr werde dadurch gefährlicher, gab ein Fahrlehrer zu Protokoll: „Wenn jemand nur auf dem Automatikgetriebe fahren gelernt hat und plötzlich schalten muss, sind Unfälle vorprogrammiert.“ Auch der Schweizer Mobilitätsclub TCS, das Pendant zum ADAC, bringt in einem Statement Bedenken zum Ausdruck. Andererseits betont deren Pressesprecher Lukas Reinhardt gegenüber dem Portal 20 Minuten: „Wir sind uns bewußt, dass der Anteil an Automatikgetrieben laufend zunimmt“.

Für den Schweizerischen Fahrlehrerverband kommt der Entscheid zu früh. Geschäftsführer Daniel Menzi äußert sich im selben Fachportal wie folgt: «Aufgrund der technischen Entwicklung war das früher oder später zu erwarten. Aber man hätte auch einfach abwarten können, bis sowieso alle nur noch Automatikgetriebe fahren. Durch die verfrühte Entscheidung wird es auf unseren Straßen deutlich gefährlicher werden.»

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