Realschüler dürfen Polizisten werden, aber nicht Fahrlehrer

Die Praxis, dass der Realschulabschluss nicht mehr genügt, um als Fahrlehrer zugelassen zu werden, halten viele Juristen für verfassungswidrig. Das Magazin „DER SPIEGEL“ hat das Thema in seiner Ausgabe Nr. 6/2020 aufgegriffen. 

Das Magazin stellt unter anderem fest:

„Mehr als die Hälfte aller Fahrschulen suchen Fahrlehrer.“

„Auf den Nachwuchsmangel reagierte der Staat mit einem schlecht formulierten Gesetz: Wer einen Beruf gelernt hat, darf zwar nach neuer Regelung auch dann Fahrlehrer werden, wenn er keinen Hauptschulabschluss hat. Doch die mittlere Reife allein reicht den Bundesländern nicht aus: Mit ihr kann man in Deutschland zwar Regierungsamtsinspektorin, Bundespolizist, Krankenpfleger oder Bundeskanzlerin werden – nicht aber Fahrlehrer.“

„Die Bagfa legte dem Bundesverkehrsministerium im Herbst ein Rechtsgutachten zum Fahrlehrergesetz vor. Autor Georg Hermes ist Professor für Öffentliches Recht in Frankfurt am Main. „Die Auslegung der Länder ist verfassungsrechtlich nicht haltbar, sagt er. Sie verletzen das Grundrecht auf Freiheit der Berufswahl.“ Die Länder, so der Jurist, könnten sich sogar schadensersatzpflichtig gegenüber nicht zur Prüfung zugelassenen Realschulabsolventen machen.“

Der komplette Artikel steht online unter diesem Link zur Verfügung.

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